Am Dienstag waren wir mit unserer Klasse im Radisson Blu Hotel in Hamburg. Erst waren wir ein bisschen aufgeregt, aber schon nach ein paar Minuten war die Stimmung mega gut. Wir wollten rausfinden, wie es ist, in einem so großen Hotel zu arbeiten und welche Berufe es dort gibt.
Frau Zäske von der Stiftung Kinderjahre hat uns begrüßt und den ganzen Tag begleitet. Danach hat uns eine voll nette Mitarbeiterin vom Hotel abgeholt. Unsere Klasse wurde in zwei Gruppen geteilt: Die eine bekam eine Führung, die andere durfte alkoholfreie Cocktails mixen.
Bei der Führung haben wir Konferenzräume gesehen, die nach Städten benannt waren. Dort wird bei Konferenzen auch Catering gemacht, das heißt, die Gäste werden mit Essen und Trinken versorgt. Dafür braucht das Hotel viele Leute, die zusammenarbeiten, zum Beispiel aus der Küche und dem Service.
Auf der Rooftop Bar haben wir einen krassen Blick über ganz Hamburg und alle waren erstmal still, weil es so schön war. In der Präsidentensuite haben wir nur gestaunt. Das war wie im Film, eher wie eine Riesenwohnung als wie ein Hotelzimmer. Wir haben uns gefragt, wie viel Arbeit es ist, so ein Zimmer immer perfekt sauber und schön zu halten.
Dann wurde gewechselt und wir durften hinter die Bar. Der Barkeeper war richtig cool und hat uns erst gezeigt, wie man mit dem Shaker, dem Messbecher und dem Barlöffel arbeitet. Danach durften wir selbst ran. Wir haben Säfte und Sirup abgemessen, Eiswürfel in den Shaker getan und alles kräftig geschüttelt. Bei manchen sah das eher komisch aus und ein bisschen was ging daneben, aber alle haben gelacht. Zum Schluss kamen noch Orangenscheiben, Minze und ein Strohhalm ins Glas. Natürlich haben wir unsere Cocktails direkt probiert und sie waren richtig lecker.
Nebenbei hat uns der Barkeeper erzählt, wie sein Arbeitsalltag aussieht und dass dort manchmal bekannte Fußballspieler sitzen. Man muss also nicht nur gut mixen können, sondern auch freundlich und offen mit den Gästen sein.
Danach ging es in die Küche und in den Speisesaal. Im Speisesaal war das Frühstücksbuffet noch nicht aufgebaut, da standen nur die Tische und das Geschirr. In der Küche haben wir Kochmützen bekommen und durften alle eine ganze Pizza selber belegen und backen. Alle waren total begeistert, dass jeder eine eigene Pizza bekommt. Manche sahen ein bisschen komisch aus, aber geschmeckt haben sie richtig lecker. Die Küche war ganz anders als bei uns zuhause: alles aus Metall, viel größer und mit ganz vielen Geräten. Man hat gemerkt, dass man dort im Team arbeiten muss.
Am Ende haben wir viel über die Berufe im Hotel erfahren. Man kann dort eine Ausbildung machen, zum Beispiel in der Küche, an der Bar oder im Service. Man kann aber auch studieren, zum Beispiel Tourismus und Marketing. Englisch ist dabei ein Vorteil und kann echt helfen, weil man mit Leuten aus der ganzen Welt redet. Außerdem sind Teamarbeit, Freundlichkeit und Zuverlässigkeit wichtig. Viele von uns können sich gut vorstellen, später mal in einem Hotel zu arbeiten und Menschen aus aller Welt zu treffen. Ein Mitschüler meinte sogar, dass er irgendwann gerne mal Anzug tragen würde. Mir hat auch gefallen, dass man an so einem schönen Ort arbeiten und dabei gut gekleidet sein kann. Es war ein richtig cooler Tag und wir haben viel für unsere berufliche Zukunft mitgenommen. Wir würden sofort nochmal hingehen.
Eure Klasse 8r der Ilse-Löwenstein-Schule
Kommentar der Klassenlehrerin:
Wir wurden sehr freundlich empfangen und den ganzen Tag über hervorragend begleitet. Wir sind sehr dankbar für diese einmalige Möglichkeit, besonders für eine 8. Klasse, die gerade erst begonnen hat, sich mit ihrer Zukunft und mit beruflichen Perspektiven auseinanderzusetzen. Für die Schülerinnen und Schüler war es eine wertvolle und schöne Erfahrung.
Sowohl die Begleitung durch die Stiftung Kinderjahre als auch die Einblicke ins Radisson Blu sind uneingeschränkt zu empfehlen. Das Programm war sehr schülernah gestaltet – von der Führung über das Cocktailmixen bis zum Pizzabacken in der Küche. Die Mitarbeitenden des Hotels sprachen die Schülerinnen und Schüler altersgerecht an und waren sehr zugewandt. Langweilig wurde es zu keinem Zeitpunkt.




