Max Brauer im Dialoghaus

Dialog im Stillen

Im Rahmen des Projekts „Kommunikation“ besuchten wir am Mittwoch, den 23. September 2026, mit unserer Klasse die Ausstellung „Dialog im Stillen“. Da wir sehr pünktlich waren, hatten wir in der Eingangshalle noch Zeit, unsere Namen im Alphabet der Gebärdensprache zu lernen.

Durch die Ausstellung führte uns ein sehr freundlicher und zugewandter Mann, der selbst von Geburt an gehörlos ist. Während des Rundgangs trugen wir schalldichte Kopfhörer und waren aufgefordert, nicht zu sprechen. So konnten wir unmittelbar erfahren, wie es sich anfühlt, sich ganz ohne gesprochene Sprache zu verständigen.

Die verschiedenen Räume widmeten sich unterschiedlichen Themen, darunter „Tanz der Hände“ und „Galerie der Gesichter“. In der „Galerie der Gesichter“ ging es darum, Gefühle und Emotionen auszudrücken, die auf Fotos dargestellt waren. Anfangs waren wir noch etwas zurückhaltend und unsicher, doch schon bald fiel es uns immer leichter, unsere Gefühle mit Mimik und Gestik auszudrücken.

In einem weiteren Raum lernten wir, verschiedene Sportarten und Musikinstrumente in Gebärdensprache darzustellen. Anschließend sollten wir abgebildete Gebärden bestimmten Tieren zuordnen.

Besonders spannend war ein Spiel, bei dem eine Person eine Abbildung mit Bausteinen und Spielzeugtieren vor sich hatte und zwei weitere Personen anleiten sollte, diese Abbildung nachzubauen. Das hat bei uns allerdings nicht wirklich gut funktioniert – ohne zu sprechen, war es viel schwieriger als gedacht!

Umso überraschender war es für uns, dass wir am Ende des Rundgangs tatsächlich alle mit Gebärden kommunizieren konnten: „Ich mag … Und was magst du?“

Zum Abschluss gab es eine Fragerunde mit einem Dolmetscher. Dabei erfuhren wir viel über unseren Guide, sein Leben als gehörloser Mensch und seine persönlichen Erfahrungen im Alltag.

Der „Dialog im Stillen“ war für uns ein besonderes und eindrucksvolles Erlebnis. Die Ausstellung hat uns zum Nachdenken gebracht und uns dafür sensibilisiert, mit welchen Herausforderungen gehörlose Menschen im Alltag konfrontiert sein können. Gleichzeitig haben wir erlebt, wie viel Kommunikation auch ohne gesprochene Sprache möglich ist.

Vielen Dank an die Stiftung Kinderjahre, die uns dieses besondere Erlebnis ermöglicht hat!
(Klasse 9f der Max-Brauer-Schule)