Neuntklässler in den letzten Wochen vor den Sommerferien zu motivieren, ist keine leichte Aufgabe. Wenn aber Barkassen-Meyer auf seine Barkasse einlädt, wird Berufsorientierung lebendig.
Es ist der Beruf des Hafenschiffers, den man lernen muss, wenn man eine Barkasse oder Fähre sicher durch den Hamburger Hafen steuern möchte. Wer bei der dreijährigen Ausbildung Einsatz zeigt, hat anschließend gute Chancen, von Barkassen-Meyer übernommen zu werden. „Hubi“, der ehemalige Eigner der Schiffsvermietung, erzählt von seinem Weg von Österreich in den Hamburger Hafen, von seiner Karriere und den Arbeitsbedingungen, die zu erwarten sind. Man ist sein eigener Herr auf der Barkasse (Frauen gibt es in diesem Beruf bisher wenig bis gar keine), hat aber auch mal außer der Reihe Dienst, wenn die Touristen nachts eine Lichterfahrt machen oder Silvester an Bord verbringen.
Wie herrlich es sein kann, bei bestem Hamburger Wetter auf der Elbe zu schippern, konnten die Schüler*innen nach dem Vortrag selbst erleben. „Echt chillig! Der Barkassenführer war voll nett, wir durften auf der Fahrt unsere Musik hören“, kommentieren sie den Ausflug. Wer wollte, durfte sogar einmal das Steuerrad übernehmen.
Dass man als Hafenschiffer eine Menge Verantwortung hat und das Hamburger Wetter auch mal feuchter daherkommt? Kein Beruf ohne Schattenseiten. Auch Milad schreckt das nicht: „Ich hab mich am nächsten Tag für einen Praktikumsplatz beworben.“ Herzlichen Dank an die Stiftung Kinderjahre für diesen ebenso lehrreichen wie anschaulichen Unterricht außerhalb des Klassenzimmers!
Für die NMS: Christine Gelhausen/ 3.7.2026


