Warum hatten Seemänner früher einen Zopf?

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Hafenmuseum Hamburg: Besuch der Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a der Stadtteilschule (STS) Helmuth Hübener

20 Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a der STS Helmuth Hübener waren ausgezogen ein Museum zu entdecken …, was allerdings nicht immer so aussieht, wie ein Museum … aber tatsächlich ein Museum ist … ein ganz besonderes Museum … eine Schatzkiste … mitten im Hafen … auf der gegenüberliegenden Seite des Hansahafens läuft der Hafenbetrieb … Südfrüchte, Autos und vieles andere … richtig: das Hafenmuseum Hamburg im Südteil des Schuppens 50A war das Ziel der Entdeckungsreise.

Auf 2.500 qm sind hier ca. 10.000 Objekte zu den Themen Hafenarbeit, Umschlag, Schiffbau und Revierschifffahrt nicht nur zu sehen, sondern auch mit allen Sinnen zu erleben: die Besucherinnen und Besucher riechen die Hafenluft und können fast alles anfassen (Vorsicht: Schmiermittel an den Händen ergeben schnell Flecken in der Kleidung!).

Über die Pontonanlage wurden dann auch die Schutendampfsauger SAUGER IV von 1909 (kein Staubsauger, sondern ein Sandsauger) und der Schwimm-Dampfkran SAATSEE von 1917 geentert. Beide Großobjekte verfügen über Dampfanlagen, die beim Besuch der Schülerinnen und Schüler leider nicht in Betrieb genommen werden konnten (dies geschieht aber immer an einem Wochenende im Monat).

Die beiden Guides, Jens und Torben, hatten viele Fragen zu beantworten und revanchierten sich mit vielen Informationen und Geschichten. Beispiel: Warum hatten Seemänner früher einen Zopf? Ist doch klar: wenn sie sich über die Reling beugen mussten, konnten sie am Zopf von den anderen Seemännern besser festgehalten werden; das klappte noch besser, wenn der Zopf dann auch noch mit Teer angestrichen war. Wahr oder Seemannsgarn?

Die Hafenarbeit früher mit Stückgut, heute mit Containern (die Beladung eines Containerschiffes gleicht einem Tetris Spiel oder „Vier gewinnt“ … nur größer und in 3-D), das Laschen von Containern und Twistlocks mit einem Gewicht von ca. 4 kg einmal selbst gehoben zu haben … und dann auch noch die Einweihung in die Geheimnisse von Ebbe und Flut: selbst die Wassertiefe messen geht über alles … an einer Stelle des Pontons 5,10 m, an einer anderen Stelle 6,80 m. An dieser Kaikante des Hafenmuseums wäre der am gegenüberliegenden Ufer festgemachte Ro-Ro/Container-CarrierAtlantic Star“ mit einem Tiefgang von 9,30 m auf Grund gelaufen (dieses Schiff kann mit fast 4.000 Container und 1.300 Autos beladen werden und ist 296 m lang und 37,6 m breit).

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