Vom einfachen Stückgutfrachter zum modernen Containerschiff

Veröffentlicht in: Aktuelles, Learning Kids
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Heute besuchten 19 Schüler der 7. Klasse der Gyula Trebitsch Schule bei strahlendem Sonnenschein das Hafenmuseum Hamburg. Mit einem atemberaubenden Blick auf den Hansahafen wurde die Klasse, die von ihrer Klassenlehrerin, sowie einem Betreuer begleitet wurden, von Jens (Museumsguide), in Empfang genommen. Herr Brandes und Frau Wittrien von der Stiftung Kinderjahre waren wie wir mit dabei.

Als wir uns alle in dem Gebäude versammelten, wurden die Schüler in zwei Gruppen aufgeteilt. Wir begleiteten jeweils eine Gruppe, die von Jens und Jörg, dem anderen Guide, durch die ca. 100 Jahre alte Museumshalle geleitet wurden, welche, obwohl man es ihr auf dem ersten Blick nicht ansieht, wirklich ein Museum ist. In dieser wurde den Schülern eine spannende Führung durch originale Stückgüter wie Kakaosäcke, Kautschuk und sogar Lokomotiven geboten. Ihnen wurde erklärt, wie wichtig es früher war, das Frachtgut mit Piktogrammen zu beschriften, da nun mal nicht alle Menschen die gleiche Sprache sprechen.

Die Kinder durften sogar selber eine Piktogramm Schablone herstellen. In eingespanntes Ölpapier wurde das Kürzel der Schule eingestempelt. „Das ist doch voll die Arbeit!“, wurde von einer Schülerin angemerkt. „Ja, wir sind ja auch nicht hier um Spaß zu haben.“ lachte Jörg. Doch trotz der Anstrengungen hatten die Kinder eine Menge Spaß, als sie am eigenen Leibe erfahren durften, wie schwer es eigentlich ist, so einen mit Kaffee gefüllten 60 Kilosack von A nach B zu transportieren. Der leichteste Sack konnte kaum von einer der Schülerinnen angehoben werden. Tja, mit so einer Sackkarre ist es doch gleich viel einfacher!

Alle die wollten, durften ausprobieren, wie anstrengend die Aufgaben eines waschechten Hafenarbeiters damals waren. Denn früher musste das schwere Stückgut noch von Hand verladen werden, anders als heute, wo die Containerschiffe mit riesigen, modernen Kränen beladen werden.

Nach dieser praxisbezogenen und spannenden Führung durch das älteste Gebäude im Hafen ging es dann nach draußen. Hier im Becken des Hansahafen, ankern direkt neben dem Museum alte Stückgutfrachter und Schuten. Über eine steile Treppe ging es hinunter zum „Sauger IV“, einem Saugerschiff, das wir besichtigen durften. Diese leisteten große Hilfe bei Ausbaggerungen wie z. B. der Elbe, indem sie mit Schlick voll beladene Schuten aussaugten. Bei solchen „Aussaugungen“ fand man zudem allerlei Zeug, wie z. B. eine Kanone aus dem 17. Jahrhundert, die man auf dem Deck des Schiffes bestaunen kann. Außerdem machte die Klasse einen Rundgang durch das Schiffsinnere, wo man die Heizkammer und den Kesselraum erkunden konnte. Wir besichtigten die beeindruckenden Dampfmaschinen und konnten uns den Alltag eines Heizers vor Augen führen.

Am Ende fand die Klasse vor dem Eingang des Museums wieder zusammen. Hier wurde sich dann über den Ausflug ausgetauscht, welcher der Klasse sichtlich Spaß gemacht hat.

Auch die Guides verabschiedeten sich von den Schülern und lobten sie noch einmal für ihre Wissbegierde und Aufmerksamkeit.

(Ein Bericht von Freya Drewnak und Charlotte Fuchs, Praktikantinnen der Stiftung Kinderjahre)

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