„Zu mir hin … von mir weg … zu mir hin … von mir weg … zu mir hin … von mir weg …???“

Veröffentlicht in: Aktuelles, Learning Kids
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Sommerferienaktion 2018 der Stiftung Kinderjahre

Besuch des Archäologischen Museums Hamburg mit Schülerinnen und Schülern der Grundschule Genslerstrasse

Wikipedia: „Ton ist ein natürlich vorkommendes Material, das hauptsächlich aus Tonmineralteilchen besteht, bei ausreichenden Wassergehalten generell plastisch verformbar ist und spröde wird, wenn es getrocknet oder gebrannt wird.“ Aus dem Tonhaufen einen Tonklumpen herausnehmen, dann daraus eine Tonkugel formen, dann daraus eine längliche Form walzen, bei der die eine Seite dicker und die andere Seite dünner ist und daraus dann eine Steinzeitlampe formen und gestalten … und wenn man sich richtig viel Mühe gibt … dann sieht diese Steinzeitlampe auch Asbach uralt aus. Daraufhin die Frage der Kinder: „Was ist denn Asbach?“ Nicht nur diese Frage, sondern auch viele weitere Fragen der 24 Kinder der Grundschule Genslerstrasse wurden beim Besuch des Archäologischen Museums von den Guides Ute, Ulli und Thomas ausführlich erklärt.

Aber es wurden natürlich nicht nur die vielen Fragen beantwortet, sondern es wurde im Archäologischen Museum auch gebaut, gebastelt und gezündelt. In der nachgebauten Steinzeithöhle wurden Höhlenbilder gemalt … mit alter Farbe … und nicht mit einem Pinsel, sondern mit den Fingern … wie eben die Steinzeitmenschen das wahrscheinlich auch gemalt haben.

Es wurden aus Ton Steinzeitanhänger und Steinzeitperlen hergestellt und die künstlerischen Fantasien der Kinder kannten keine Grenzen. Aus Steinen wurden Steinzeitwerkzeuge geschlagen und mit den kleinen scharfen Steinmessern wurde dann Leder geschnitten und schon war der Steinzeitschatzbeutel fast fertig. Es fehlte nur noch eine feste Schnur. Auch die wurde aus Bast selbst hergestellt: „Zu mir hin … von mir weg … zu mir hin … von mir weg … .“ Für Erwachsene eine gute Übung zur Entspannung an der U- oder S-Bahn-Haltestelle. Zunächst ein wenig schwierig, wenn man es dann etwa 500 mal gemacht hat … geht es wie von selbst.

Die Kerzen in den selbst geformten Steinzeitlampen mussten natürlich auch noch angezündet werden. Feuer wie in der Steinzeit entzünden … gar nicht so einfach … aber alle Gruppen haben es geschafft (allerdings durfte der Feuerstein nur mit Schutzbrille geschlagen werden … das war dann nicht mehr steinzeitgemäß … aber sicherer …) und die vorher aus Ton selbst geformten Perlen konnten auf Stöckchen ins Feuer gehalten werden. Das Ergebnis waren … schwarze Perlen.

Spannend wurde es für alle dann auch beim Besuch der vielen Ausstellungsstücke im Archäologischen Museum: so z. B. ein Riesenhirsch (Alter: 10.000 v. Chr.) und ein Mammutknochen (Alter: 135.000 – 11.000 v. Chr.). Beim Abfall aus Keramik, Kachelfragmenten, Glasscherben, Knochen, Austernschalen und Tonpfeifenresten (1500 – 1800) überlegten die Kinder dann, was von ihnen in einigen tausend Jahren die Archäologen wiederfinden werden? Das Ergebnis war ziemlich eindeutig: wahrscheinlich viele Dinge aus Plastik.

Und wie wurden in der Steinzeit die Mammuts gefangen? In einem riesigen Loch, dass dann mit Wasser gefüllt und abgedeckt wurde. Und wie bekam man anschließend die gefangenen Mammuts dann wieder aus dem Loch? Das war für die Kinder sofort klar „Mit einem Kran.“

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