Monday for climate

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Klimahaus Bremerhaven: Besuch von Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 und 10 der Stadtteilschule Alter Teichweg

Das Wetter (Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmten Zeitpunkt, an einem bestimmten Ort, der in Gestalt von Sonnenschein, Regen, Wind, Wärme, Kälte, Bewölkung o. Ä. in Erscheinung tritt) auf der Fahrt von Hamburg nach Bremerhaven: Regen, Wind, Sonne. Die Fahrt von 41 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9 und 10 der Stadtteilschule Alter Teichweg nach Bremerhaven begann abwechslungsreich. Dort besteht seit 2009 das Klimahaus. Klima … was ist da der Unterschied zum Wetter? Ist doch klar: Das Klima ist der statistische Durchschnitt aller meteorologisch regelmäßig wiederkehrender Zustände und Vorgänge der Atmosphäre an einem Ort und umfasst lange Zeiträume von in der Regel mindestens 30 Jahren.

Und damit begann die Reise im Klimahaus entlang des 8. Längengrades und die Schülerinnen und Schüler lernten die verschiedenen Klimazonen der Erde kennen: Isentahl (Schweiz), Seneghe (Sardinien), Kanak (Niger), Ikenge (Kamerun), König-Maud-Land (Antarktis), Satitoa (Samoa), Gambell (Alaska) und Langeneß (Deutschland). Mit einem Erkundungsbogen besuchten sie die einzelnen Reisestationen und befassten sich dort intensiv mit den Spuren des Klimawandels:

  • auf Sardinien wird es immer extremer: Trockenheit und Hitze nehmen zu; viele Hektar Wald mit jahrhundertealten Bäumen fallen Bränden jedes Jahr zum Opfer:
  • in Niger gibt es einen rasanten Wandel von Menschenhand; der zurückgehende Pflanzenbestand und das Fortschreiten der Wüste bedrohen die Lebensgrundlage des Nomadenvolkes der Tuareg;
  • in Kamerun ist die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt bedroht; im Klimahaus wird dies besonders deutlich, wenn der brutale Klang der Kettensäge ertönt und gleichzeitig die Bäume krachend zu Boden fallen;
  • das Klima in der Antarktis die kontinental und wenig vom Meer geprägt, was zu extremen Temperaturen von sogar bis zu 89 Grad Celsius führt – ein Weltrekord;
  • im Mittelpunkt der Reisestation Samoa steht das Leben in der Südsee; in dieser hat der Klimawandel bereits alarmierende Spuren hinterlassen; vieles deutet daraufhin, dass das Paradies für immer verloren ist, wenn nicht sehr bald weltweit verbindliche Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen werden;
  • während die Bewohner Samoas den Klimawandel vor allem durch den steigenden Meeresspiegel zu spüren bekommen, sieht sich Alaska anderen, aber ebenso bedrohlichen Problemen gegenüber; der Meereseisbedeckung hat sich seit 1980 um etwa 30 Tage pro Jahr verkürzt; das bedeutet für das Volk der Yupik pro Jahr einen Monat weniger Zeit zum Jagen als noch vor 35 Jahren;
  • der einzigartige Lebensraum des Wattenmeeres rund um die Halligen hat die UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt; seither findet man die Hallig Langeneß und ihre Nachbarn auf einer Liste außergewöhnlicher Orte, wie zum Beispiel das Great Barrier Reef vor Australien und die zu Ecuador gehörenden Galapagosinseln.

Für die Schülerinnen und Schüler gab es zwei weitere Höhepunkte:

  • der Übergang zwischen der Antarktis und Samoa führt direkt durchs Himmelszelt und gehört zu den schönsten auf dem Weg durch das Klimahaus. Kein Wunder also, dass der Sternenhimmel der mit Abstand beliebteste Ort für Selfies ist.
  • ein Highlight der Ausstellung sind die großzügigen Wasserlandschaften; hier lässt sich durch die Wasseroberfläche eine Vielzahl von Fischen beobachten; so tauchten die Schülerinnen und Schüler auf Samoa in die bunte Welt eines typischen Saumriffs ab; neben Rochen und Korallenhaien steht man hier Auge in Auge mit Kugel- und Igelfisch.

Nach den Reiseanstrengungen gab es dann im Restaurant Längengrad ein gemeinsames Mittagessen, bevor die letzte Runde im Klimahaus startete: im WORLD FUTURE LAB wurde auf spielerische Art die Welt gestaltet. Ein deckenhoher Globus füllt die Mitte des Raumes. Er dreht sich langsam. Um ihn herum stehen 8 Spielstationen. Daran tüftelten die Neunt- und ZehntklässlerInnen in kleinen Gruppen in einer vorgegebenen Zeit an unterschiedlichen Aufgaben. Allen ist eins gemeinsam: Sie sollen klimarelevante, verantwortungsvolle und nachhaltige Entscheidungen treffen. Für jede Aufgabe und jede damit verbundene Fähigkeit erhielten die SpielteilnehmerInnen eine bestimmte Punktzahl, die am Ende auf der „World Future Lab-Urkunde“ zu lesen ist.

Die heiße und gleichzeitig feuchte Luft in den Tropen, die eisige Antarktis, der Sternenweg oder die 135 unterschiedlichen Fischarten … jede der SchülerInnen hatte am Ende des Besuches einen Lieblingsplatz gefunden und alle waren sich einig: beim Thema Klimaschutz haben sich die Menschen bisher nicht mit Ruhm bekleckert. Warum ziehen wir den Kopf ein, wenn es darum geht, der nächsten Generation einen heilen Planeten zu hinterlassen. Wir wollen etwas bewegen – möglichst gemeinsam mit vielen Jungen und älteren Menschen. ES IST ZEIT!!

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