Merkbuch, Holzrassel und Hamburger Acht

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Polizeimuseum Hamburg: Besuch der Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a der Erich Kästner Schule (STS)

Stell Dir einmal vor: Ein Leben ohne Polizei. Da hätten wir wahrscheinlich ein ziemlich großes Chaos. Die Polizei passt auf uns auf. Ihre Aufgabe ist es, für Ordnung zu sorgen, uns Menschen zu schützen und im Notfall zu helfen. Damit die 22 Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a der Erich Kästner Schule nichts vergessen, was sie während ihres Besuches im Polizeimuseum Hamburg gesehen und herausgefunden haben, bekamen alle zunächst ein kleines Merkbuch. Jeder echte Polizist und jede echte Polizistin trägt auch immer so ein Merkbuch bei sich, in das er seine Notizen und Beobachtungen einträgt. Im Merkbuch für die Schülerinnen und Schüler stehen Fragen zu der Geschichte und der Arbeit der Polizei. Die passenden Antworten (die sich natürlich in der Ausstellungen befanden und gefunden wurden) trug jede Schülerin und jeder Schüler dort ein.

Während es in der heutigen Zeit selbstverständlich ist, dass Frauen und Männer den Polizeiberuf lernen und ausüben, war das früher anders. So wurden früher nur Männer als Nachtwächter eingesetzt. Dieser Job war zwar schlecht bezahlt, aber wer 5 Jahre als Nachtwächter gearbeitet hatte, erwarb die Hamburger Bürgerrechte, wenn er dann auch noch 10 Taler dafür auf den Tisch legen konnte. 1814 wurde die Hamburger Schutzpolizei gegründet und aus Nachtwächtern wurden Polizisten. Die Hamburger Polizei ist also über 200 Jahre alt und ihre Geschichte wird im Erdgeschoss des Polizeimuseums Hamburg dargestellt: von den Anfängen und dem Beginn einer modernen Polizei (1814 – 1871), von der Hamburger Polizei im Deutschen Kaiserreich, in der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus, in der Nachkriegszeit, von der bürgernahen Polizei, der Neuorganisation in den Siebziger- und Achtzigerjahren bis zu den aktuellen Entwicklungen von 1990 bis heute.

Beim Besuch der Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a der Erich Kästner Schule gab es für sie im Erdgeschoss einige besondere Höhepunkte: Die Holzrassel der Nachtwächter, mit denen die sich früher bemerkbar gemacht haben und die sie nun selbst mal ausprobieren konnten; die verschiedenen Handfesseln, die sich während der vergangenen Jahrhunderte und Jahrzehnte immer wieder verändert haben („Hamburger Acht“) und natürlich die alte Wache mit einer Original-Arrestzelle. Die Zellentür dieser Arrestzelle stammt aus dem ehemaligen Polizeigebäude an der Budapester Straße 2 in St. Pauli (Polizeirevier 16).

Zum Schluss gab es dann für alle Schülerinnen und Schüler einen echten Polizeistempel in ihr Merkbuch und außerdem war dort auch noch Platz für den eigenen Fingerabdruck.

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