Learning Kids mit internationalem Schüleraustausch in der Autostadt Wolfsburg

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Internationaler Schüleraustausch – nationales Wetter: YARKA (Israel): 24 Grad Celsius – HAMBURG: 3 Grad Celsius

Als am letzten Dienstag 27 Schülerinnen und Schüler vom Johannes-Brahms-Gymnasium in Bramfeld aus in die Autostadt nach Wolfsburg aufbrachen, war das Wetter mit Regen und Temperaturen von 3 Grad dabei. Natürlich fehlte beim Start der Reise auch nicht der obligatorische Hamburger Stau.

Von den 27 Schülerinnen und Schüler kamen allerdings „nur“ 14 aus Hamburg (und waren das Wetter und den Stau also gewohnt), 12 kamen aus Yarka (Israel). Yarka liegt ca. 40 km nordöstlich von Haifa und  ist ca. 4.300 km Straßenkilometer von Hamburg entfernt. Die Internationalität dieser Fahrt wurde außerdem noch durch einen Austauschschüler aus Costa Rica erweitert. Für sie alle war das Wetter in Deutschland im Vergleich zu ihren Heimatländern sehr, sehr, sehr kalt.

Im letzten Jahr war eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Klassen 10 und 11 des Johannes-Brahms-Gymnasiums in der im Norden Israels gelegenen drusischen Kleinstadt zu Gast. Die Festung Masada, das Tote Meer, der See Genezareth, Haifa und die Golanhöhen war einige der Besuchspunkte dieser Reise. Jetzt waren 12 Schülerinnen und Schüler aus Yarka zum Gegenbesuch in Hamburg.

Während ihres einwöchigen Aufenthaltes hier in Hamburg erwartete die Schülerinnen und Schüler aus Yarka ein interessantes Programm: u.a. eine Hafenrundfahrt, eine Führung im Michel, der Besuch in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und im Miniatur Wunderland. Ein Höhepunkt war dann die Fahrt nach Wolfsburg, die von der Stiftung Kinderjahre organisiert und finanziert wurde.

Am Beginn dieses Besuches stand eine Werksbesichtigung. Dazu fuhren zunächst alle mit dem Schiff von der Autostadt zur Anlegestelle der Produktionshallen des VW-Werkes. Dort stiegen die Jugendlichen in eine Minibahn um und wurden durch die Produktionshallen gefahren. In den Hallen selbst erlebten die Jugendlichen dann das Zusammenspiel von Menschen und Maschinen bei der modernen Herstellung der Automobile. Beeindruckend – vielleicht auch erschreckend – war, wie wenige Menschen in den Hallen arbeiteten. In fast allen Produktionsabläufen werden Fertigungsroboter eingesetzt. Nur zum Schluss, in dem fertigen Fahrzeug, wird die Elektronik noch einmal manuell überprüft.

Alle Besucherinnen und Besucher waren gefangen von dem Anblick und den Geräuschen dieser Vielzahl von gleichzeitig rotierenden und arbeitenden Robotern; es wirkte wie in einem Science Fiction Film.

In den Hallen lief bereits der legendäre Käfer vom Band … aber von diesen nostalgischen Erinnerungen ist heute bei den modernen Fertigungen durch Roboter nichts mehr zu sehen.

Zum Abschluss konnten alle bei  einem Besuch des ZeitHauses in Automobilgeschichte schwelgen. Die Sammlung des Automobilmuseums ist markenübergreifend und zeigt mehr als 260 Fahrzeuge von über 60 verschiedenen Marken.

Auf der Rückfahrt hatte sich das Wetter verbessert: Kälte … aber immerhin mit Sonnenschein und ohne Stau wurde Hamburg wieder erreicht. Die israelischen Jugendlichen konnten sich dann bei ihren Gastfamilien wieder aufwärmen … vielleicht auch mit den Gedanken schon wieder in der Heimat … denn dort war es tagsüber bis zu 34 Grad geworden. In den deutschen Nachrichten konnten sie dann auch die politische Lage in ihrem Heimatland verfolgen … und alle Beteiligten – deutsche und israelische Jugendliche – waren froh, dass dieser Besuch nicht abgesagt worden war.

Einen weiteren Bericht und Fotos finden Sie unter folgendem Link: http://johannes-brahms-gymnasium.hamburg.de/israelis-am-jbg/

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