„Kannste Karre schieben, kannste Arbeit kriegen“

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Hafenmuseum Hamburg: Besuch der Schülerinnen und Schüler der Klasse 6b der Stadtteilschule (STS) Alter Teichweg

Kaffee, Kakao- oder Getreidesäcke: jeweils 60kg schwer, waren für die 20 Schülerinnen und Schüler der Klasse 6b der STS Alter Teichweg nur mit einer Sackkarre zu transportieren (das allerdings mit kurvigen Fahrten und sehr viel Spaß) und das bedeutete für die Hafenarbeiter vor Einsatz der Container jeden Tag schweißtreibende Arbeit mit enormen Kraftaufwand! Da war nach einem langen Arbeitstag der Besuch eines Fitnessstudios nicht mehr nötig. In der Ausbildung lernten die Hafenarbeiter dann auch die schweren Säcke so zu werfen, dass sie genau Kante auf Kante übereinander lagen, ohne dass sie noch einmal angepackt werden mussten. Diese Säcke zählten zu den sog. Stückgütern, die im Hafen umgeschlagen wurden. Dazu gehörten auch noch Ballen, Kisten, Fässer, Kartons und Körbe in unterschiedlichsten Größen und alles war meist zu einem wirren Durcheinander gestaut. Die Aufgabe der Hafenarbeiter war es, aus diesem scheinbaren Chaos die richtige Ware für den richtigen Hafen herauszufinden und die unterschiedlichen Güter so fachmännisch umzuschlagen, dass dem Empfänger die Ware ordnungsgemäß übergeben werden konnte. Diese gemischten Ladungen gehören heute weitgehend der Vergangenheit an, denn dann kamen seit etwa 1966 immer mehr und mehr und mehr: Container.

Maschinen, Geräte und Werkzeuge von 40 verschiedenen Hafenberufen sind im Schaudepot des Hamburger Hafenmuseums zu entdecken und alle Besucher dürfen die antiquierten Arbeitsgeräte wie Waagen, Probenstecher und verschiedenste Werkzeuge auch anfassen. Aber auch die Ausmaße eines 40-Fuß-Containers sind hautnah zu erleben: 21.600 kg Bananen oder 18.000 Jeans oder 2.500 Stühle oder 325 Fahrräder oder 150 Geschirrspüler oder 18.000 Flaschen oder 4.500 Teddys oder 250 Säcke Kaffee a 70kg passen in einen solchen Großraum-Behälter.

Und dann gibt es ja auch noch ein riesiges Außengelände mit zahlreichen Hafenkränen und alten Schiffen. Bei diesem Besuch standen der Schwimm-Dampfkran SAATSEE von 1917 und der Schutendampfsauger SAUGER IV im Mittelpunkt des Interesses.

Bei auflaufendem Wasser hat eine Gruppe der Schülerinnen und Schüler auch noch die Wassertiefe vor dem Hafenmuseum gemessen, und zwar mit einem Handlot: genau 7,80 m.

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