Informationen über den Namensgeber der Schule im Polizeimuseum Hamburg gefunden

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Polizeimuseum Hamburg: Besuch der Schülerinnen und Schüler der Klasse 8e der Stadtteilschule Helmuth Hübener

Bereits als Jugendlicher besitzt Helmuth Hübener ein ausgeprägtes Unrechtsempfinden und gerät immer wieder mit seinem nationalsozialistischen Umfeld in Konflikt. 1941 beginnt er eine Ausbildung als Verwaltungslehrling in der Hamburger Sozialbehörde. In seiner Freizeit hört er heimlich „Feindsender“ und verbreitet die dort gehörten Informationen in antifaschistischen Flugblättern.

Im Februar 1942 wird H. bei dem Versuch, einen Kollegen zur Mitarbeit zu bewegen, von seinem Vorgesetzten beobachtet und denunziert. Die Gruppe wird verhaftet, brutal verhört und angeklagt. Am 11. August 1942 wird Helmuth Hübener in Berlin vom sogenannten Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ und anderer Delikte zum Tode verurteilt. Seine drei Mitangeklagten erhalten Freiheitsstrafen zwischen vier und zehn Jahren. Sie überleben das Kriegsende. Am 27. Oktober 1942 wird Hübener in der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee enthauptet. Er ist der jüngste durch den „Volksgerichtshof“ hingerichtete Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

Fast genau 26 Jahre nach dem Tag, an dem er hingerichtet wurde, besuchen 24 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8e der Stadtteilschule Helmuth Hübener das Polizeimuseum Hamburg und entdecken hier Spuren des Namensgebers ihrer Schule. Ein regimekritisches Flugblatt von Helmuth Hübener und seiner Gruppe, der Bericht des 43. Polizeireviers vom 04.02.1942 sowie Erkennungsdienstfotos erinnern im Polizeimuseum Hamburg an diesen jugendlichen Widerstandskämpfer.

Weitere Informationen zu Helmuth Hübener erfahren Sie auf der Homepage der Stadtteilschule Helmuth Hübener.

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