Ein Bio-Bauer schaut bei der Natur ab

Veröffentlicht in: Aktuelles, Learning Kids
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Die Klasse 4 der Erich-Kästner Schule hatte die Sonne im Gepäck, als sie auf Gut Wulksfelde eintraf. Obwohl schon Anfang November war das Wetter herrlich angenehm, genau richtig um draußen in der Natur auf einem Bio-Bauernhof zu sein.

Frau Limroth begrüßte die Schülerinnen und Schüler auf dem Hof und führte die Gruppe anschließend in den Seminarraum. Das Thema heute war „Getreide“ und somit durfte die Schulklasse ihre eigenen Brötchen backen. Das stieß auf Begeisterung und mit gespitzten Ohren hörten die Viertklässler den Erklärungen von Frau Limroht zu. Es wurde erklärt, dass es die konventionellen Bauern gibt und die Bio-Bauern. Der konventionelle Bauer benutzt für die Anpflanzung und Produktion seiner Pflanzen chemische Hilfsmittel, Hilfsmittel, die giftig sind und Schädlinge töten sollen. Dieses Gift ist zwar nicht schädlich für die Pflanze, aber durch deren Wurzeln im Boden gelangt ein Teil des Giftes nun mal doch auch in die Pflanze, die wir später essen.

Der Bio-Bauer hingegen verzichtet von Anfang an auf chemische und giftige Zusatzmittel. Er guckt sich die Schädlingsbekämpfung einfach bei „Mutter Natur“ ab. Wenn es z. B. ein Problem mit Blattläusen gibt, was könnte helfen? Eine schlaue Schülerin meldete sich sofort, die Antwort: „Marienkäfer!“ Vollkommen richtig, die süßen kleinen Marienkäfer fressen die Blattläuse nämlich auf. Und auch auf chemischen Dünger kann man verzichten, der gute alte Misthaufen in dem alle wichtigen Bakterien leben, die die Pflanzen so gerne haben, ist ganz wunderbarer Nährboden für Pflanzen. Und noch ein ganz großer und wichtiger Vorteil ergibt sich daraus. Unser so kostbares Grundwasser wird dadurch nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Nach dieser Exkursion in die Pflanzenwelt wurde die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt, die eine Gruppe durfte sich schon einmal an die Brötchen-Produktion machen und die andere Gruppe ging auf Erkundungstour über den Bio-Hof. Das Gut Wulksfelde hat eine eigene Bäckerei und die kann man gut durch ein Fenster zum Hof besichtigen. Dort erklärte uns Frau Limroth noch, wie das Bio-Getreide verarbeitet wird und was die Aufgabe der Bäcker/-innen ist. Die müssen nämlich nachts arbeiten, damit wir morgens schon Brötchen und Brot kaufen können!

Dann ging es zu den Schweinchen, die sich wohlig in der Sonne wärmten. Ein Schweinchen tanzte vollkommen aus der Reihe und hatte wirklich „Hummeln im Hintern“. Da es bis zur Hälfte braun ist, nannten die Kinder es spontan „Brownie“ und es war eine Freude ihm bei seinen Faxen zuzusehen. Auch hier wurde den Schülerinnen und Schülern erklärt, worin der Unterschied zu einem konventionellen Schweinemastbetrieb liegt. Schnell war allen klar, dass diese Schweinchen einfach ein längeres und besseres Leben haben! Von den Schweinen ging es zum Streichelzoo, die Ziegen, Esel, Meerschweinchen und Kaninchen mussten unbedingt gestreichelt werden. Mit Salat ließen sie sich gerne locken und die Kinder hatten keine Berührungsängste und waren ganz begeistert, dass sie zu den Ziegen auf die Koppel durften!

Zurück im Seminarraum duftete es schon herrlich nach frischgebackenen Brötchen. Jeder bekam sein eigen gestaltetes Brötchen mit auf den Rückweg, doch bevor dieser angetreten wurde, musste sich jeder noch einmal bei den Tieren verabschieden, mit einem dicken Knuddler.

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