Der weite Weg von den Schuten bis zu den Containern

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Hafenmuseum Hamburg: Besuch der Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 des Johannes-Brahms-Gymnasiums

… nicht nur am Hafen, sondern mittendrin: gegenüber dem Hafenmuseum Hamburg auf dem Gelände des O´Swaldkai das Frucht- und Kühlzentrum der HHLA (jede Banane und jede Kiwi, die in Hamburg gegessen wird, hat diese Halle sicherlich von innen gesehen), Containertaxis und 2 große ConRo-Schiffe: die Atlantic Sun der Reederei ACL (296 m lang, Ladungsvermögen: ca. 3.800 Standardcontainer und ca. 1.300 Fahrzeuge) und die Grande Tema der Grimaldi Lines (236 m lang, Ladungsvermögen: ca. 1.600 Standardcontainer und ca. 2.500 Fahrzeuge). Für das Ambiente und das gute Wetter war beim Besuch von 29 Schülerinnen und Schülern der Klasse 10 des Johannes-Brahms-Gymnasiums im Hafenmuseum Hamburg gesorgt.

Gerade bei dem sonnigen Wetter lockten die alten Schiffe an der Kaikante des Hafenmuseums Hamburg. Und hier erlebten und sahen die Schülerinnen und Schüler den weiten Weg von den Schuten bis zum Container. Gesammelt und vorgestellt wird im Hafenmuseum Hamburg nahezu fast alles, was mit alter und neuer Hafenarbeit zu tun hat: Schiffe – Hafenkräne – Hafeneisenbahnen … bis hin zur alten Sackkarre … und das in den alten 50er-Schuppen, die Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts errichtet wurden. Die Kaischuppen Nr. 50, 51 und 52 sind der letzte erhaltene Umschlagsort aus der Kaiserzeit im Hamburger Hafen.

Bei der Hamburger Kastenschute 11347 von 1913 (22 m lang, 5,4 m breit) mussten die Schülerinnen und Schüler selbst mit anpacken, die Knoten lösen, die Persenning zurückschlagen und die Holzbohlen abnehmen … erst dann war der Weg in das Innere freigelegt. Auch der Schutendampfsauger „Sauger IV“ von 1909 (mit eigener Internetseite: http://www.sauger4.de/) und der Schwimmdampfkran „Saatsee“ von 1917 wurden erkundet … und das nicht nur auf den jeweiligen Decks, sondern es ging hinab (deshalb heißen die Treppen auf Schiffen auch „Niedergänge“) in die engen Räume, in denen früher u. a. die Heizer ihre sehr harte Arbeit – bei heute unvorstellbaren Arbeitsbedingungen – verrichteten.

Die beiden Guides, Jens und Thorben, informierten im Schaudepot des Hafenmuseums über den Weg zur heutigen Transport- und Logistiksituation. Und da führt natürlich am Container kein Weg vorbei. 1966 wurde der erste Container im Hamburger Hafen gelöscht, und zwar am Burchardkai in Waltershof. Die Bedeutung des Containereinsatzes für den weltweiten Warenverkehr lässt sich an zwei Zahlen verdeutlichen: In einen 40-Fuß-Container können knapp 20.000 Jeans transportiert werden. Der Anteil der Frachtkosten pro Jeans beträgt etwa 10 Cent!

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