500 Hektar reines Bioland

Veröffentlicht in: Aktuelles, Learning Kids
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Heute fuhren 18 Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a unserer Partnerschule Beim Pachthof auf das Gut Wulksfelde in Tangstedt zu einem Learning Kids Termin.

Aufgrund der langen Anreise gab es nach einer kurzen Begrüßung mit Sabine, der selbst ernannten Bauernhoflehrerin und Luisa, die gerade ein “FÖJ“ (Freiwilliges ökologisches Jahr) auf dem Gut absolviert, erst einmal eine Frühstückspause zur Stärkung der Kinder. Diese verbrachten sie in einer Scheune, wo Sabine ihnen parallel die Geschichte des Gutshofes näherbrachte. Das Gut Wulksfelde ist nämlich nicht irgendein beliebiger Bauernhof, sondern ein ausgezeichneter Biobauernhof mit circa 170 Beschäftigten und somit der größte Arbeitgeber Norddeutschlands auf dem Lande. Auf 500 Hektar Land (Vergleich: ein Fußballfeld umfasst einen Hektar) gibt es schließlich eine Menge zu tun und viele verschiedene Arbeitsbereiche müssen abgedeckt werden. Da gibt es zum Beispiel die eigene Bäckerei, die Gemüsegärtnerei, die Tierflächen und den Hofladen. Alles rein bio, versteht sich. Dabei wurde das Gut ursprünglich von gerade einmal zwei Leuten gegründet. Was für eine Entwicklung!

Doch was bedeutet eigentlich „bio“?

Bei dieser Frage fing die reiche Ideensammlung der Kinder an. „Bio bedeutet Natur und keine künstlich hergestellten Produkte“, hieß es vor allem. Und was zeichnet dann einen Biobauern aus? Eben genau das! Ein Biobauer erklärt sich dazu bereit, keine schädlichen Stoffe auf seinen Produkten zu verwenden. Solche Verordnungen regeln Verbände wie der Biolandanbauverband, zu dem auch das Gut Wulksfelde gehört. Außerdem wird ganz viel von Hand gemacht und angepflanzt, sowie Getreide und Kartoffeln. Wenn man sich als Biohof hat prüfen und auszeichnen lassen, dürfen Produkte von solchen Höfen als Bioprodukte verkauft werden.

Zum Betriebskreislauf des Hofes gibt es neben den Menschen und den Pflanzen natürlich auch noch die Tiere. Diese werden in Nutztiere, wie Hühner, Schweine und Rinder, sowie liebevoll ernannte „Spaßtiere“, wie Esel, Ziegen, Schafe und Kaninchen unterteilt. Die Kinder hörten Sabine gespannt zu und hatten viele Ideen und Fragen, was ihr den Vortrag sehr angenehm gestaltete. Dann ging es für die Klasse endlich raus zu den Tieren. Darauf hatten alle schon sehnlichst gewartet. Die Klasse teilte sich in zwei Gruppen auf, in denen dann die verschiedenen Hoftiere besucht wurden. Die Ziegen wurden ausgiebig gestreichelt und bekuschelt. Als es zu den Hühnern ging, gab uns Luisa einen Einblick in die Brutstätte der Legehennen. Diese plusterten sich ganz schön auf, schließlich wollten sie ihre Eier verteidigen. Tja, hier wird es wohl nichts mit dem Kuscheln … Auch den Schweinen wurde ein Besuch abgestattet, die sich freudig im Stroh und Schlamm wälzten und balgten. Zum Schluss wurde noch ein Foto auf dem alten, blauen Trecker gemacht, und nachdem an diesem lehrreichen Vormittag ordentlich Landluft geschnuppert wurde, ging es dann schließlich zurück in die Stadt und in die Schule.

(Ein Bericht von Freya Drewnak und Charlotte Fuchs, Praktikantinnen der Stiftung Kinderjahre)

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